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Ratgeber für Wasserwände
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Wie verhindert man Biofilme bei einer Wasserwand?

Ein Biofilm ist ein dünner, häufig schleimiger Belag aus Mikroorganismen, der sich auf dauerhaft feuchten Oberflächen bilden kann. Bei einer Wasserwand kann er beispielsweise auf der Wasserlauffläche, im Auffangbecken, in Rohrleitungen oder am Wasseraustritt entstehen. Anders als Algen benötigt Biofilm nicht zwingend viel Licht.

Vollständig verhindern lässt sich die Bildung eines Biofilms nicht immer. Durch eine gute Wasserhygiene, regelmäßige Reinigung und eine richtig ausgelegte Wassertechnik kann sie jedoch deutlich reduziert werden.

Besonders wichtig sind folgende Maßnahmen:

Regelmäßige Reinigung: Wasserlauffläche, Auffangbecken und Wasseraustritt sollten regelmäßig von Ablagerungen befreit werden. Auch Pumpe, Leitungen und Filter müssen bei der Wartung berücksichtigt werden.

Verunreinigungen entfernen: Staub, Pollen, Blätter, Insekten und andere organische Stoffe liefern Mikroorganismen Nährstoffe und sollten insbesondere im Außenbereich möglichst schnell entfernt werden.

Wasser ausreichend umwälzen: Eine gleichmäßige Zirkulation reduziert Bereiche mit stehendem Wasser, in denen sich Biofilm besonders gut entwickeln kann.
Filter regelmäßig reinigen: Ein verschmutzter Filter kann selbst zu einer Ansammlung organischer Stoffe und Mikroorganismen führen. Filtermedien sollten deshalb entsprechend den Herstellerangaben gereinigt oder gewechselt werden.

Wasser regelmäßig kontrollieren: Bei länger betriebenen Anlagen können Teilwasserwechsel sinnvoll sein, um die Anreicherung von Verunreinigungen im geschlossenen Wasserkreislauf zu begrenzen.

Geeignete Wasseraufbereitung einsetzen: Bei größeren oder dauerhaft betriebenen Wasserwänden kann eine zusätzliche Wasseraufbereitung sinnvoll sein. Welche Technik oder Wasserpflege geeignet ist, hängt von der jeweiligen Anlage und den verwendeten Materialien ab.

Im Innenbereich sollte besonders auf hygienisch sauberes Wasser geachtet werden. Ein optisch klares Wasser bedeutet nicht automatisch, dass sich kein Biofilm in Leitungen oder anderen schwer sichtbaren Bereichen bildet.

Im Außenbereich ist der Eintrag organischer Stoffe meist höher. Auffangbecken, Filter und Wasseraustritt sollten daher während der Saison häufiger kontrolliert werden.

Hat sich bereits ein deutlich sicht- oder fühlbarer Biofilm gebildet, reicht ein einfacher Wasserwechsel häufig nicht aus. Die betroffenen Oberflächen und zugänglichen Komponenten des Wasserkreislaufs sollten mechanisch gründlich gereinigt werden. Reinigungs- und Desinfektionsmittel dürfen nur verwendet werden, wenn sie für die Materialien und technischen Komponenten der jeweiligen Wasserwand geeignet sind.

Die beste Vorbeugung gegen Biofilm ist somit eine Kombination aus regelmäßiger Reinigung, sauberem Wasser, guter Umwälzung, geringer Nährstoffbelastung und einer auf die Wasserwand abgestimmten Wasserpflege.

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