Welche Wasserpflegeprodukte dürfen bei einer Wasserwand verwendet werden?
Welche Wasserpflegeprodukte verwendet werden dürfen, hängt von Material, Pumpentechnik, Dichtungen und weiteren Komponenten der Wasserwand ab. Nicht jedes Mittel aus der Schwimmbad- oder Teichpflege ist automatisch für eine Wasserwand geeignet.
Grundsätzlich sollten nur Produkte eingesetzt werden, die ausdrücklich mit den verwendeten Materialien und der vorhandenen Technik verträglich sind. Dies gilt insbesondere bei Wasserwänden aus Edelstahl, Cortenstahl, Glas, Naturstein oder beschichteten Metallen.
Bei vielen Wasserwänden steht zunächst eine möglichst einfache Wasserpflege im Vordergrund: regelmäßige Entfernung von Verschmutzungen, Reinigung des Auffangbeckens, Kontrolle beziehungsweise Reinigung des Filters und bei Bedarf ein Teilwasserwechsel. Bei kalkhaltigem Wasser kann zusätzlich eine geeignete Wasseraufbereitung sinnvoll sein.
Zur Reduzierung von Algen, Biofilm und mikrobiologischer Belastung können je nach Anlage spezielle Wasserpflegemittel oder technische Verfahren wie Filter- und UV-C-Systeme eingesetzt werden. Die Auswahl sollte jedoch immer auf die jeweilige Wasserwand abgestimmt werden.
Besondere Vorsicht ist bei chlorhaltigen Produkten geboten. Chloride und ungeeignete chlorhaltige Reinigungs- oder Wasserpflegemittel können insbesondere bei Edelstahl Korrosion begünstigen. Auch hoch- oder niedrigkonzentrierte pH-Werte, Säuren, Salze sowie aggressive Reinigungsmittel können Oberflächen, Pumpen oder Dichtungen beschädigen.
Bei Wasserwänden aus Cortenstahl ist ebenfalls Vorsicht erforderlich. Wasserzusätze können die charakteristische Patina beeinflussen oder unerwünschte Reaktionen und Verfärbungen verursachen.
Auch sogenannte „chlorfreie“ Wasserpflegeprodukte sind nicht automatisch für jede Wasserwand geeignet. Entscheidend ist immer die chemische Zusammensetzung und deren Verträglichkeit mit allen wasserberührten Komponenten.
Empfehlung: Im Zweifelsfall sollte vor der Verwendung eines Wasserpflegeproduktes geprüft werden, ob dieses vom Hersteller der Wasserwand beziehungsweise der verwendeten Komponenten freigegeben ist. Eine möglichst geringe chemische Belastung in Verbindung mit regelmäßiger Reinigung, guter Wasserzirkulation und geeigneter Filtertechnik ist bei vielen Wasserwänden die beste Grundlage für einen dauerhaft gepflegten Betrieb.
