Kann normales Leitungswasser verwendet werden? Ist enthärtetes oder aufbereitetes Wasser sinnvoll?
Grundsätzlich kann eine Wasserwand mit normalem Leitungswasser betrieben werden. Ob dies dauerhaft empfehlenswert ist, hängt jedoch vor allem von der Wasserhärte, dem Material der Wasserwand und der gewünschten Pflegeintensität ab.
Bei weichem bis mittelhartem Leitungswasser ist der Betrieb häufig problemlos möglich. Bei sehr hartem, kalkhaltigem Wasser können dagegen mit der Zeit Kalk- und Mineralablagerungen auf der Wasserwand, am Wasseraustritt, in Leitungen und an technischen Komponenten entstehen. Besonders auf Glas, Edelstahl und dunklen Oberflächen können diese Ablagerungen deutlich sichtbar sein.
Da eine Wasserwand normalerweise mit einem geschlossenen Wasserkreislauf arbeitet, verdunstet während des Betriebs kontinuierlich Wasser. Die darin enthaltenen Mineralien verbleiben jedoch größtenteils im Kreislauf. Wird anschließend immer wieder mit hartem Leitungswasser nachgefüllt, kann die Mineralienkonzentration mit der Zeit steigen.
Bei hoher Wasserhärte kann deshalb enthärtetes oder entsprechend aufbereitetes Wasser sinnvoll sein. Dadurch lassen sich Kalkablagerungen reduzieren und der Reinigungsaufwand kann deutlich geringer ausfallen.
Welche Art der Wasseraufbereitung geeignet ist, sollte auf die jeweilige Anlage abgestimmt werden. Vollentsalztes oder stark aufbereitetes Wasser sollte nicht pauschal eingesetzt werden, da die Wasserbeschaffenheit auch mit den verwendeten Materialien, Dichtungen, Pumpen und weiteren Komponenten verträglich sein muss.
Im Innenbereich ist aufbereitetes Wasser besonders interessant, da hier saubere Oberflächen und ein möglichst geringer Pflegeaufwand häufig im Vordergrund stehen.
Im Außenbereich kann normales Leitungswasser ebenfalls verwendet werden. Durch höhere Verdunstung und regelmäßiges Nachfüllen kann sich bei hartem Wasser jedoch schneller eine erhöhte Mineralienkonzentration entwickeln.
Für einen dauerhaft gepflegten Betrieb empfiehlt es sich daher, die örtliche Wasserhärte zu berücksichtigen und bei stark kalkhaltigem Wasser über eine geeignete Wasseraufbereitung nachzudenken. Regelmäßige Kontrollen und gelegentliche Teilwasserwechsel können zusätzlich helfen, Ablagerungen zu reduzieren.
